Ehegattenunterhalt - Halbteilungsgrundsatz - Gleichteilungsgrundsatz  

Grundsätzlich ist Ehegattenunterhalt nach dem so genannten Halbteilungsgrundsatz geschuldet.

Halbteilungsgrundsatz

HalbteilungsgrundsatzDas bedeutet, dass der Unterhalt so zu berechnen ist, dass nach der Zahlung des Unterhalts beide Eheleute in etwa die gleichen Mittel zur Verfügung haben. Folgendes Beispiel erläutert das grobe Prinzip des Halbteilungsgrundsatzes: der Ehemann verdient 2000,00 €, die Ehefrau 1000,00 €. Beide zusammen haben also 3000,00 €. Nach dem Halbteilungsgrundsatz stehen jedem der beiden 1500,00 € zu. Der Ehemann muss also an die Ehefrau 500,00 € Unterhalt zahlen.

Gleichteilungsgrundsatz

Ist der Ehemann bereits wieder verheiratet, wird auch die neue Ehefrau mit in den Verteilungsschlüssel einbezogen. Jedem der drei Ehegatten steht der gleiche Betrag zu, so genannter Gleichteilungsgrundsatz. Auch hier ein Beispiel zur Erläuterung des Grundprinzips: der Ehemann verdient 2000,00 €, die geschiedene Ehefrau 1000,00 € und die zweite Ehefrau 600,00 €. Insgesamt haben alle drei Eheleute 3600,00 €. Nach dem Gleichteilungsgrundsatz stehen in jedem 1200,00 € zu. Der Ehemann muss damit an die geschiedene Ehefrau noch 200,00 € Unterhalt bezahlen.

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